Schon bevor ein Baby geboren wird, beginnt es, seine Umwelt über Berührungen wahrzunehmen.
Berührung ist die erste Sprache, mit der ein Kind die Welt kennenlernt.
Schon bevor ein Baby geboren wird, beginnt es, seine Umwelt über Berührungen wahrzunehmen.
Der Tastsinn ist das erste Sinnessystem, das sich entwickelt, und begleitet uns ein Leben lang. Noch bevor ein Kind sprechen oder laufen kann, sammelt es unzählige Erfahrungen über seine Haut.
Jede Umarmung, jede sanfte Berührung, jedes Krabbeln über den Boden und jedes Greifen nach einem Spielzeug liefert dem Gehirn wichtige Informationen über die Umwelt.
Der Tastsinn ist deshalb weit mehr als nur das Fühlen von Berührungen. Er bildet eine wichtige Grundlage für die körperliche, emotionale und soziale Entwicklung eines Kindes.
Das taktile System umfasst alle Sinneszellen der Haut.
Mit einer Fläche von etwa zwei Quadratmetern ist die Haut das größte Sinnesorgan unseres Körpers.
Über Millionen von Rezeptoren nimmt sie ständig Informationen auf, zum Beispiel:
Diese Informationen werden über die Nerven an das Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet.
Innerhalb weniger Sekunden entscheidet das Gehirn:
Dieser Vorgang geschieht vollkommen automatisch.
Der Tastsinn begleitet Kinder in nahezu jeder Alltagssituation. Er hilft dabei,
Darüber hinaus beeinflusst das taktile System viele weitere Entwicklungsbereiche. Ein gut funktionierender Tastsinn unterstützt unter anderem:
Deshalb spielt dieses Sinnessystem bereits in den ersten Lebensmonaten eine entscheidende Rolle.
Die Entwicklung beginnt bereits im Mutterleib.
Nach der Geburt sammelt das Baby täglich neue Erfahrungen. Es spürt:
Mit jeder neuen Erfahrung lernt das Gehirn, Berührungen besser einzuordnen.
Dieser Reifungsprozess dauert viele Jahre und entwickelt sich durch vielfältige Alltagserfahrungen kontinuierlich weiter.
Nicht jedes Kind verarbeitet Berührungen gleich.
Manche Kinder reagieren bereits auf leichte Berührungen sehr empfindlich. Andere scheinen Berührungen kaum wahrzunehmen und benötigen deutlich stärkere Reize.
Beides bedeutet nicht automatisch, dass etwas „falsch" ist.
Erst wenn diese Besonderheiten den Alltag deutlich beeinträchtigen, spricht man von einer Auffälligkeit in der taktilen Verarbeitung.
Im nächsten Abschnitt erfahren Sie, welche Anzeichen auf eine Über- oder Unterempfindlichkeit des Tastsinns hinweisen können.
Vereinbaren Sie einen persönlichen Termin und lassen Sie uns gemeinsam den passenden Weg für Ihr Kind finden.
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